Sportboothafen auf der Mittelmole eingeweiht

Der Landessportbund Mecklenburg-Vorpommern konnte am 9. Juni 2023 die symbolischen Schlüssel für den neuen Sportboothafen auf der Warnemünder Mittelmole in Empfang nehmen. In Koordination des Hafen- und Seemannsamtes entstand seit 2017 auf der Basis einer Machbarkeitsstudie aus dem Jahr 2013 zur damals angedachten Bewerbung um die Ausrichtung Olympischer Segelwettbewerbe ein völlig neuer Hafen, der mit 246 Liegeplätzen erstklassige Bedingungen für Gäste und Dauerlieger, eine Slipanlage sowie ein Sanitär- und Hafenmeisterhaus bietet.

„Die Entwicklung und infrastrukturelle Ertüchtigung der Mittelmole ist ein notwendiger Schritt zum Erhalt und zum Ausbau einer wettbewerbsfähigen lokalen und regionalen Tourismuswirtschaft“, sagte Reinhard Meyer, der Minister für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit.

Ministerium unterstützte den Neubau

Das Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern unterstützte das über 15,5 Millionen Euro (netto) teure Vorhaben mit Mitteln aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ / EFRE mit einem Zuschuss von 11,25 Millionen Euro. Eine weitere Förderung in Höhe von 300.000 Euro erfolgte durch das Ministerium für Soziales, Integration und Gleichstellung Mecklenburg-Vorpommern.

„Ich danke allen Beteiligten für das großartige Engagement“, so Dr. Chris von Wrycz Rekowski, Senator für Finanzen, Digitalisierung und Ordnung, zu dessen Senatsbereich auch das Hafen- und Seemannsamt gehört. „Der neue Hafen ist eine Augenweide, entspricht nun auch den hohen Ansprüchen olympischer Wettbewerbe und wird ganz sicher eines der beliebtesten Fotomotive in Warnemünde!“

Oberbürgermeisterin Eva-Maria Kröger betonte, dass der Bau ein nicht ganz unkompliziertes und schon gar kein alltägliches Unterfangen war. „Deshalb danke ich ganz besonders den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unseres Hafen- und Seemannsamts, denn der Hafenkapitän und seine Crew haben alle Herausforderungen ganz souverän und wunderbar gemeistert! Ich wünsche allen Sportlerinnen und Sportlern viel Freude mit der neuen Anlage und danke dem Landessportbund für die gute Zusammenarbeit!“

Bau des neuen Sportboothafens Warnemünde

Die komplizierten Baugrundverhältnisse, der Fund eines Wracks und von Resten alter Hafenanlagen stellten alle am Bau Beteiligten immer wieder vor große Herausforderungen. Dabei ist es gelungen, den Hafenbetrieb trotz laufender Bauarbeiten zu gewährleisten und auch Großveranstaltungen wie die Warnemünder Woche und die Hanse Sail zu ermöglichen.

Die Umsetzung des neuen Sportboothafens Warnemünde erfolgte in fünf Bauabschnitten. Nach dem Rückbau der vorhandenen Plattform wurden zunächst die Stege im Alten Strom neu gebaut. Danach wich die alte Nordmole einem Neubau, durch den der Hafen nun eingefasst wird. Es folgte eine neue Plattform für das Hafenmeisterhaus, neue Schwimmstege, ein weiterer Steg und die Slipanlage. Nach der Medienerschließung und der Befestigung des Hafenvorplatzes wurde das Hafenmeisterhaus errichtet.

Der neue Sportboothafen Mittelmole in Zahlen

  • Stahl: 1.492 Tonnen
  • Wasserbausteine: 11.500 Tonnen
  • Oberflächen aus Holz, GFK (Verbundwerkstoff aus Glas und Harz)
  • Pflaster: 3.860 Quadratmeter
  • Schwimmstege: 14
  • Sanitär- und Hafenmeisterhaus: 13 Räume mit einem Bruttorauminhalt von 817 Kubikmetern

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