Warnemünder Woche auf der hanseboot in Hamburg

78. Warnemünder Woche präsentierte sich mit neuen Gesichtern und Inhalten auf der hanseboot in Hamburg. Foto: Gesine Schuer

78. Warnemünder Woche präsentierte sich mit neuen Gesichtern und Inhalten auf der hanseboot in Hamburg. Foto: Gesine Schuer

In dieser Woche präsentiert sich die Warnemünder Woche bis zum 2. November 2014 bei ihrem Premiumsponsor hanseboot auf der 55. Internationalen Bootsmesse in Hamburg. Wir sprachen mit Pressesprecherin Gesine Schuer über die kommende 78. Warnemünder Woche, die deutsche Olympia-Bewerbung und den Segelstandort Warnemünde.

In welche Halle und welchem Stand seid ihr auf der Messe in Hamburg zu finden?

In der Halle B3 im Obergeschoss an Stand B.110 haben wir es uns in diesem Jahr gemütlich gemacht. Wir alle freuen uns auf unseren gemeinsamen Standempfang mit unserem Medienpartner der Segler-Zeitung am Donnerstag, den 30.10.14, ab 18.00 Uhr. Dort kann beispielsweise auch in der druckfrischen Dokumentation geblättert werden, einem 54-seitigen Rückblick auf die diesjährige Veranstaltung, bebildert mit mehr als 500 Fotos. Der Ort des Empfanges ist wie gewohnt der DSV-Stand – zu beachten ist allerdings der neue Standpunkt in Halle B1, im Obergeschoss, an Stand C.305.

Was erfahren die Messebesucher über die 78. Warnemünder Woche vom 4. bis 12. Juli 2015 in Warnemünde?

Auf der Messe gibt es viel Fachpublikum, also eher Segler als reine Touristen. Generell sprechen unsere Organisatoren dort mit Klassenvereinigungen, um interessante und beispielsweise auch Olympische Einheitsklassen zu uns ins Ostseebad zu locken. Die Planungen laufen dort unter der Federführung unseres neuen Sportdirektors Robert Niemczewski aus Berlin – vor allem auch schon für die kommenden Jahre, denn 2015 sind wir laut Herrn Niemczewski „schon ausgebucht“.

Viele segelbegeisterte Kielbootsegler kommen aber auch zu uns an den Stand, um Infos zu bekommen, wie sie beispielsweise den nächsten Sommerurlaub bei uns im Norden und den schönen Inseln Rügen und Hiddensee in der Nähe mit einer unserer Hochseeregatten zu verbinden. Dabei erzählen viele von ihren guten Erfahrungen mit dem Yachthafen Hohe Düne, der zweifelsohne ein optischer Anziehungspunkt ist. Natürlich bieten wir zur Warnemünder Woche auch ein schönes und vor allem maritimes Landprogramm, mit Beachsportarten und jeder Menge Live-Musik.

Welche Neuheiten stehen für 2015 schon fest?

Ein ganz großes Plus für alle Fans des Segelns wird unser geplanter Segel-Bereich direkt unten am Strand sein. Ähnlich wie mit der Sport & Beach Arena in diesem Jahr, wo die Zuschauer am Wasser von einer Tribüne aus den Beachhandballern zuschauen konnten, wollen wir mit diesem zusätzlichen Zelt und der Hilfe von neuen Sponsoren das Segeln „anfassbar“ machen. Die so genannte Media- oder Fernsehbahn liegt dabei direkt vor dem Strand und dem Zelt. Es wird Moderationen geben und Screens, auf denen alles verfolgt werden kann. Neben den Surfklassen, die 2015 an den Strand zurück kehren, sollen dort die jeweiligen Endregatten stattfinden, also jene, die dann dort einen Sieger küren. Neben Europa Cup-Gewinnern bei den Lasern suchen wir auch zwei Internationale Deutsche Meister bei den Piraten und 470ern sowie drei Internationale Deutsche Jugend-Meister bei den 29ern, RS:X und Techno 293, die super „Kandidaten“ für diese Bahn wären, weil sie klein und wendig sind. Dazu zählen natürlich auch die Kiter, die zwar nicht mehr neu aber immer wieder spannend sind. Ganze drei German Open (Seascape 18, Platu 25, Streamline) und eine Norddeutsche Meisterschaft der Drachen komplettieren das Programm. Neu ist also, dass wir ein paar mehr Meisterschaften und einige neu Klassen haben werden.

Wie wurde die feststehende deutsche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 oder 2028 unter den Segelsportlern aufgenommen und welche Chancen werden Warnemünde als Segelrevier eingeräumt?

In Warnemünde wird auch ganz ohne Olympia schon immer gesegelt und es ist wahrscheinlich, dass sich dies auch nie ändern wird, weil es einfach ein superschönes und leicht zugängliches Segelrevier ist. Natürlich hat Warnemünde mit Berlin oder Hamburg dadurch eine theoretische Chance und natürlich muss an Land dazu aber auch etwas geschehen – das ist aber mit oder ohne Olympia der Fall. Die gesamte Mittelmole und ihr Umbau ist ja schon lange ein heißes Thema. Die gute Nachricht ist, dass die Hansestadt großen Wert auf den Erhalt des Segelstandortes legt, weil die Mittelmole das sportliche Aushängeschild von Rostock-Warnemünde ist. Alles, was dort geschieht, muss sowohl dem Landessportbund, den Anwohnern, den Touristen, der Stadt, den Seglern und den Kindern nachhaltig zugänglich sein und von allen genutzt werden können.

Olympia wäre eine zwischenzeitliche Nutzung, die nicht das städtebauliche Leitbild zerstören darf. Wir reden von rund 30 Tagen, die dort Betrieb wären. Natürlich gibt es nicht „die Segler“ als homogene Masse mit einem Standpunkt zu unseren Chancen oder den Risiken. Selten sind sie sich bei leichteren Themen einig, aber wenn man generell sprechen möchte, dann ist es sicher jedem recht, wenn etwas nachhaltig Schönes und Nutzbares durch Olympia entsteht, wie z.B. eben genannter Yachthafen auf der Hohen Düne. Das wünsche ich persönlich der Mittelmole auch irgendwie. Vielleicht mal ein paar Zahlen zum Unterlegen, die vorab vom Deutschen Segler-Verband kalkuliert wurden: erwartet werden würden 70 Nationen, 400 Menschen als Begleitpersonal, 1.000 Organisatoren und Helfer, 500 davon aus Rostock. Jollen und Bretter bräuchten rund 7.000 Quadratmeter an Land. Es müsste eine 150 Meter lange Slipanlage gebaut werden und man bräuchte 350 Stegplätze, sowie einen Zuschauerbereich für 5.000 Personen. Von den Umbauten würden natürlich auch unsere Veranstaltungen und alle anderen in Warnemünde profitieren. Letztlich klingt Olympia immer riesig, aber wir reden von zehn Olympischen Klassen mit rund 380 Sportlern, die vor Ort wären. Zum Vergleich: in diesem Jahr waren rund 2.000 Segler aus 30 Nationen auf 870 Booten am Start auf der Warnemünder Woche.

Was sind oder waren die Highlights auf der diesjährigen Messe und welche Trends sind in Sichtweite?

Ein großes Thema ist auf jeden Fall auf der gesamten Messe und in der
Segelszene generell die Segel-Bundesliga. Viele Vereine präsentieren ihre Teams auf der hanseboot und sind stolz auf ihre Teilnahme und ab Freitag findet zudem das Finale der 1. Bundesliga auf der Außenalster statt. Wer trotzdem auf der Messe sein möchte, der kann direkt gegenüber von unserem Stand auf einer großen Leinwand das Geschehen verfolgen und auch für die Menschen zuhause wird wieder ein Live-Stream mit unserem Rostocker Moderator-Sternchen Matthias. Bohn zur Verfügung gestellt. Egal wo man ist, man muss also nichs verpassen!

Wir bedanken uns für das Gespräch und blicken gespannt in die Zukunft.

Veröffentlicht von Wmnde.de

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