Historischer Anker wieder an seinem Platz

Am Montag, den 14. März 2022, hat der historische Stockanker wieder seinen angestammten Platz vor der Tourist-Information in der Kirchenstraße eingenommen. Mitarbeiter der Rostocker Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft BQG Neptun GmbH haben den von ihnen sehr aufwendig in vielen Stunden mit großem handwerklichen Geschick nachgebauten Stockanker aufgestellt. Ein Autofahrer hatte den maritimen Zeitzeugen Mitte Dezember 2021 übersehen und platt gefahren.

Mit dem Crash schien das Ende des aus dem 18. Jahrhundert stammenden und im Oktober 2000 in der Warnemünder Hafeneinfahrt entdeckten maritimen Relikts besiegelt. Doch ganz so einfach wollte der Vorsitzende des Museumsvereins Warnemünde Uwe Heimhardt dann doch nicht aufgeben. Er erinnerte sich, dass Mitarbeiter der BQG den Anker nach der Bergung vor vielen Jahren in aufwendiger Handarbeit restauriert haben, bevor sie ihn dem Heimatmuseum übergeben konnten. Können die Männer mit den geschickten Händen vielleicht doch noch etwas retten? Diplom-Ingenieur Roland Gapikowski schaute sich den „Patienten“ an, überlegte und machte dem Museumsverein ein Angebot.

Dann wurde Ausschau nach dem richtigen Holz für einen Stock-Nachbau gehalten. In einem Sägewerk bei Satow wurde man fündig. Ein etwa drei Meter langer und etwa 22 Zentimeter starker Eichenstamm wurde verladen und aufs Firmengelände in der Carl-Hopp-Straße transportiert, wo das Holz trocknen musste. Inzwischen wurden die Bruchhölzer vom Anker-Stock demontiert und entsorgt. Dann ging es an den originalgetreuen Nachbau des neuen Stocks einschließlich der Konservierung mit Holzöl. „Da steckt unglaublich viel Handarbeit drin. Aber der Aufwand hat sich gelohnt“, freut sich der BQG-Geschäftsführer beim Anblick des Ankers.

„Für uns war es ein richtiger Schock, den Stock des historischen Ankers in scheinbar 1.000 Teile zersplittert am Boden liegen zu sehen“, erinnert sich Uwe Heimhardt an den Dezember-Tag. „Nun hoffen wir, dass die Versicherung des Unfallverursachers die Gesamtkosten trägt. Die belaufen sich auf immerhin um die 3000 Euro“, sagt der Vereinsvorsitzende.

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