Seebäderschiff Undine wieder in Rostock

Undine an der Silohalbinsel im Stadthafen von Rostock. Foto: Joachim Kloock

Undine an der Silohalbinsel im Stadthafen von Rostock. Foto: Joachim Kloock

Am Dienstag um 18:33 Uhr legten die Überreste von Deutschlands ältestem Seebäderschiff Undine (ehemals Kronprinz) im Stadthafen von Rostock an. Seit August 2013 ist der Freundeskreis Maritimes Erbe Rostock e.V. Eigner des 150 Tonnen schweren Schiffes und träumt von einer Restaurierung als maritimes Denkmal in der Hansestadt.

„Natürlich bleibt der Wiederaufbau ein großer Traum. Vorrangig ging und geht es darum, ein eingetragenes Denkmal unserer Stadt zu retten. Nach über einem Jahr ehrenamtlicher Arbeit ist es unserem kleinen Verein nun gelungen, die Überführung von Dresden nach Rostock zu realisieren. Ein Denkmal ist zu Hause. Wir sind dankbar für die erfahrene Unterstützung.“, äußert sich der Vereinsvorsitzende Sebastian Gosch.

Spender für maritime Geschichte gesucht

Undine, Deutschlands ältestes Seebäderschiff, im Stadthafen von Rostock. Foto: Joachim Kloock

Undine, Deutschlands ältestes Seebäderschiff, im Stadthafen von Rostock. Foto: Joachim Kloock

Vorläufig hat die Undine einen Wasserliegeplatz an der Silohalbinsel bekommen. Spätestens in einem Jahr soll das historische Zeugnis des Rostocker Stahlschiffbaus im Nietverfahren einen landseitigen Liegeplatz gefunden haben. Auch konservierende Maßnahmen müssen dafür noch durchgeführt werden. „Um die nächsten Schritte realisieren zu können, sind wir auf weitere Spenden angewiesen“, erläutert Steffen Wiechmann, stellvertretender Vorsitzender des Maritimen Erbes.

„Mit der heutigen Ankunft unseres städtischen Denkmals beginnen wir mit unserer Spendenkampagne Phase 2. Der Rumpf wiegt ca. 150 Tonnen – 150 Tonnen maritime Geschichte sozusagen. Um die Kosten der kommenden Monate und Vorbereitungen zur landseitigen Aufnahme realisieren zu können, suchen wir 150 Spender, die bereit sind uns mit 50 Euro zu unterstützen. 150 mal 50 soll helfen, die notwendigen Kosten der kommenden Monate abzusichern.“, so Wiechmann. Versicherung, Sicherungsmaßnahmen, Strom und Notfalllenzpumpe ergeben monatliche Kosten von bis zu 500 Euro.

Maritimes Erbe der Hansestadt Rostock

Ziel ist es, den Rumpf landseitig im öffentlichen Raum kunstvoll in Szene zu setzen. Spätestens dann dürfte das städtische Denkmal für die Hansestadt Rostock kostengünstig und als ein Symbol der maritimen Kultur über die Stadtgrenzen hinaus wirken. Als Monument an Land sind die zu erwartenden Kosten eher gering, so der Verein. Doch bis dahin sind die Mitglieder weiterhin auf eine breite Unterstützung der Rostocker Bevölkerung angewiesen.

Der Freundeskreis Maritimes Erbe Rostock e.V. ist Mitglied im Maritimen Rat Rostock und engagiert sich seit seiner Gründung im Februar 2013 für eine Zukunftsvision der maritimen Kultur in Rostock. Zweck des Vereins ist die Bewahrung und Weiterentwicklung des maritimen Erbes der Hansestadt Rostock durch Projekte in den Bereichen Denkmalschutz, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur.

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