Gedenken an Teepott-Architekt Ulrich Müther

Teepott in Warnemünde. Foto: Martin Schuster

Teepott in Warnemünde. Foto: Martin Schuster

Der 1934 in Binz auf der Insel Rügen geborene und im August 2007 verstorbene Bauingenieur und Stararchitekt der DDR, Ulrich Müther, wäre am heutigen Montag 80 Jahre alt geworden. Der Vorpommer entwarf und baute sogenannte Schalen-Bauwerke, deren Kennzeichen doppelt gekrümmte Beton-Schalentragwerke sind. So auch den bekannte Teepott am Fuße des Warnemünder Leuchtturms.

„Ulrich Müther hat Mecklenburg-Vorpommern mit seinen markanten Bauten angereichert und so das architektonische Bild unseres Landes nachhaltig geprägt. Der einmalige Teepott in Warnemünde, der Musikpavillon Kurmuschel in Sassnitz oder die attraktive Seenot-Rettungsstation in Binz tragen seine unverwechselbare Handschrift. Seine Bauten sind bis heute interessante Ausflugsziele für Einheimische und Besucher“, würdigte der Minister für Wirtschaft, Bau und Tourismus Harry Glawe den Verstorbenen.

Ulrich Müther exportierte außerdem seine Entwürfe in die Bundesrepublik, nach Jordanien, Kuwait, Finnland oder Lybien. Er entwarf das Planetarium in Wolfsburg, die Rennrodelbahn in Oberhof, das achtschalige See-Restaurant Seerose in Potsdam sowie Zeiss-Planetarien in Kuwait, Tripolis und Helsinki. „Besonders hervorzuheben ist auch das gesellschaftliche Engagement des Bauherrn Müther. Benannt nach seinem verstorbenen Sohn, gründete er 1995 die Christian-Müther-Stiftung, die heute unter anderem in Greifswald Törns für asthmakranke Kinder anbietet“, sagte Glawe.

Seit Ende 2006 befindet sich der Nachlass von Ulrich Müther an der Hochschule Wismar. Das Müther-Archiv ist bestrebt, die Bestände zu sichern und einer wissenschaftlichen Aufarbeitung zugänglich zu machen. Für seinen Geburtstag wurden zwei Ausstellungen auf Rügen veranstaltet.

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