Hohe Düne

Das staatlich anerkannte Ostseebad Hohe Düne ist ein Ortsteil der Hansestadt Rostock und geprägt durch den Marinestützpunkt der Deutschen Marine, Lotsenstation am Seekanal und einen Yachthafen mit Hotelkomplex, der Yachthafenresidenz Hohe Düne.

Hohe Düne, auf der Ostseite des Neuen Stroms gelegen, ist mit einer Autofähre von Warnemünde oder von Osten über Hinrichshagen und Markgrafenheide zu erreicht. Seinen Namen erhielt der Ort von der Hohen Düne, die früher etwa einen Kilometer östlich der Warnowmündung an der Ostsee lag.

Mit einer elektrischen Strandbahn wurde 1910 ein für die damalige Zeit sehr fortschrittliches Verkehrsmittel eingesetzt. Sie verkehrte von der Fähranlegestelle bis Markgrafenheide und wurde bei Kriegsende 1945 eingestellt und durch Busse ersetzt.

Geschichtlich war der Standort von Hohe Düne erst durch den Flugplatz, später durch den bis heute existierenden Marinestützpunkt geprägt. 1913 wurde der Seefliegerhorst errichtet, von dem aus 1919 eine Fluglinie Berlin–Warnemünde–Kopenhagen–Stockholm ihren Dienst aufnahm. Hohe Düne war damit eng mit der Geschichte des Seefluges verbunden.

Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten wurde der Flugplatz und die 1927 gegründete Deutsche Verkehrsfliegerschule 1934 der Reichswehr unterstellt. 1935 erfolgte die Umwandlung der Seefliegerschule in die Flugzeugführerschule (See). Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges war Hohe Düne wieder Verkehrsflugplatz. Die Lufthansa flog bis zum 30. April 1945 noch nach Dänemark, Schweden und Norwegen. Anschließend wurden die Anlagen gesprengt oder demontiert.

1953 entstanden in Hohe Düne auf dem ehemaligen Flugplatz von Arado die erste „AWG-Siedlung“ (Arbeiterwohnungsbaugenossenschaft) der DDR und von 1965 bis 1970 die 25 Meter hohe Lotsenstation direkt am Seekanal und Fähranleger.

Direkt an der Ostsee wurde 2005 der moderne Yachthafen mit Hotelanlage und 750 Liegeplätzen eröffnet. Der Bau des Yachthafens in Hohe Düne war zusammen mit der Hotelanlage Bestandteil der Olympiabewerbung der Stadt Leipzig für die Olympischen Sommerspiele 2012.

Nach 2005 entstand der Wohnpark Hohe Düne (Tonnenhof ) in direkter Nachbarschaft zum Seekanal südlich der ursprünglichen Siedlungsbebauung.

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