Sonderausstellung im Heimatmuseum: „Wie die Technik nach Warnemünde kam“

Die neue Sonderausstellung „Wie die Technik nach Warnemünde kam“ wird noch bis zum 15. Juni 2017 im Warnemünder Heimatmuseum zu sehen sein.

Flugplatz Warnemünde in Höhe Düne, 1917/1918. Foto: Heimatmuseum Warnemünde

Flugplatz Warnemünde in Höhe Düne, 1917/1918. Foto: Heimatmuseum Warnemünde

Wann fuhr das erste Dampfschiff in Warnemünde ein? Wo flimmerten die ersten „laufenden Bilder“ über die Kinoleinwand? Wie erlebten die Warnemünder die ersten Flugzeuge? Dieser und vieler weiterer Fragen geht die neue Sonderausstellung im Heimatmuseum Warnemünde nach. Dabei stellt sie dem Besucher auch einige Protagonisten vor. So z.B. die „Männer in fliegenden Kisten“; wie Arthur Neumann, der Strandurlaubern in seiner Junkers F 13 die Welt von oben zeigte. Neumann wurde später als Polarflieger bekannt. Sie erfahren von Robert Förster, dem Fluglehrer der Deutschen Verkehrsfliegerschule auf Hohe Düne. Der versierte Flugkünstler erzählt in einer Hörstation von Erlebnissen während des Jahrhundertwinters 1928/1929.

Das Archiv der Deutschen Lufthansa AG in Frankfurt am Main stellte das „Gästebuch der Fliegerkneipe Tante Paula“ für die Ausstellung zur Verfügung. „Tante Paula“ war das Stammlokal der Warnemünder Flieger Am Strom 101. Jeder Jahrgang der DVS kehrte hier ein, denn Paula Waack gab auch mal Kredit. Aber nicht nur die Youngsters verewigten sich im Gästebuch der Fliegerkneipe. Auch Ernst Udet, später Generalluftzeugmeister der Wehrmacht hinterließ seine Unterschrift. Als 1932 der Film „F.P. I antwortet nicht“ gedreht wurde, unterschrieben auch Hans Albers.

Verschiedene Objekte, Fotos, Hörstationen und eine Videostation erzählen von der Zeit zwischen 1830 und 1930, als die Technik den Badeort Warnemünde veränderte.

Die Ausstellung wurde vom Heimatmuseum Warnemünde vorbereitet und von der Rostocker Firma Grafikagenten (Marco Pahl, Anke van de Wal) gestaltet. Viele ehrenamtliche Helfer unterstützten die Vorbereitungen. Der Historiker Dr. Reiner Weiß z.B. recherchierte die Geschichte des Flugplatzes Warnemünde, der Warnemünder Tischler Harald Klöcking übernahm die Montage von einzelnen Objekten, Audio- und Videoproduktionen entstanden im Privatstudio des Warnemünders Horst Schulz.

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Veröffentlicht von Wmnde.de

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