Russland-Tag in Warnemünde

Ministerpräsident Erwin Sellering zum Russland-Tag an Bord der Sedov in Warnemünde. Foto: Jens Schröder

Ministerpräsident Erwin Sellering zum Russland-Tag an Bord der Sedov in Warnemünde. Foto: Jens Schröder

Der Russland-Tag mit rund 400 Teilnehmern aus Politik und Wirtschaft begann am Dienstagabend mit einem Abendempfang des Ministerpräsidenten des Landes Mecklenburg-Vorpommerns, Erwin Sellering, im Hotel Neptun in Warnemünde. Passend dazu legte der russische Windjammer Sedov am Passagierkai in Warnemünde an.

Als Ehrengast nahmen Alt-Bundeskanzler Gerhard Schröder, Aleksander Drosdenko, Wladimir Grinin (Russlands Botschafter in Deutschland) und auch Rostocks Oberbürgermeister Roland Methling an dem abendlichen Empfang teil.

Hotel Neptun in Warnemünde. Foto: Jens Schröder

Hotel Neptun in Warnemünde. Foto: Jens Schröder

Das Hotel der Spione, wie es in einer NDR-Dokumentation heißt, war schon oft Ort für besondere Veranstaltungen und auch Herberge für prominente Gäste. Fidel Castro, Uwe Barschel und auch Willy Brand gastierten im heutigen 5-Sterne-Hotel an der Seepromenade mit tollem Meerblick.

Mecklenburg-Vorpommern verfüge als ostdeutsches Bundesland über ein ganz besonderes Verhältnis zu Russland. „Es gibt viele gute persönliche Kontakte, traditionelle noch aus der Zeit der DDR, gewachsene seit der Einheit“, sagte Erwin Sellering am Abend. Eine besonders enge Partnerschaft auf politischer, wirtschaftlicher und kultureller Ebene verbinde das Land mit seiner Partnerregion Leningrader Gebiet, der Region rund um die Stadt St. Petersburg, die mit ihrem Gouverneur Alexander Drosdenko und einer Wirtschaftsdelegation in Warnemünde vertreten ist.

Unternehmertag: Russland in Mecklenburg-Vorpommern

Es gehe bei dem Wirtschaftstreffen, organisiert von der Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern, der Industrie- und Handelskammern Mecklenburg-Vorpommern und dem Ostinstitut Wismar, um die Beziehungen beider Länder. „Der Russlandtag soll durch direkte Kontakte auf politischer und wirtschaftlicher Ebene dazu beitragen, die guten Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Mecklenburg-Vorpommern weiter zu stärken und auszubauen.“, heißt es offiziell. Gesponsort wird das Treffen von Gazprom Germania, dem Betreiber der Ostsee-Pipeline Nordstream, dem russischen Holzunternehmen Ilim Timber und der Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH.

Am Mittwoch hält Ehrengast Gerhard Schröder einen Vortrag zum Thema „Wirtschaftsbeziehungen zwischen Russland und Deutschland: Erfahrungen und Perspektiven“. Bei den nachfolgenden Branchen- und Themenworkshops werden verschiedene wirtschaftliche Aspkete betrachtet. Es referieren unter anderen Dr. Vitaly Yusufov (Geschäftsführer Nordic Yards), Dr. Ulrich Bauermeister (Geschäftsführer Hafen-Entwicklungsgesellschaft Rostock mbH), Jörg Sinnig (Vorstandsvorsitzender SIV AG), Wolfgang Clement und Prof. Viktor A. Tupik.

Am Abend folgt eine Besichtigung der Hansestadt Wismar.

Download: Russland-Tag Programm 2014

Presseschau zum Russland-Tag

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Veröffentlicht von Wmnde.de

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2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Russland ist und würde sicher auch zukünftig gerne ein Abnehmer unserer Produkte und Dienstleistungen bleiben. Was auch nicht verwundern kann, denn seit gut einhundert Jahren verharrt dieses Land infolge zweier (unverschuldeter) Kriege, der stalinistischen Diktatur und dem unverändert totalitären Staatswesen in einer zivilisatorischen Erstarrung. Das wirtschaftliche Potential der Russischen Föderation und ihrer Satelliten ist überschaubar: Gewinnung von Bodenschätzen, Produktion von Holz und Stahl, Erzeugung von Rüstungsgütern sowie Export dieser Waren – aber es gibt auch gut 170 Millionen Konsumenten. Diese werden bezüglich ihrer Schaffens- und Arbeitskraft durch die Nomenklatura der an den Schaltstellen sitzenden Funktionäre und Oligarchen informell gelenkt, nach Belieben desinformiert und in übelster Weise ausgebeutet. Zu den Handlangern der Letztgenannten zählt ein Großteil der Klientel, die Herr Sellering jetzt in unserem Land willkommen heißt – natürlich unter dem Beifall der ewig gestrigen, russophilen Irrgeister und mit dem Rückhalt einer nur noch auf Profit zielenden, moralentfremdeten Wirtschaft. Auch für die Nachbarn in Polen und im Baltikum setzt der „Russlandtag“ ein falsches Signal, nicht zuletzt durch die ebenso unpassende wie unsensible Auswahl der externen Grußwortsprecher. Bei etwas mehr Weitblick in jeder Hinsicht hätte man die Wirtschaftsgespräche auf der Zeitachse verschieben oder zumindest „in den Keller“ verlegen können. Mit garantiert nicht weniger russischen Händlern, mit sicher gleich guten oder gleich schlechten Ergebnissen, aber mit weitaus weniger negativen Außenwirkungen.
    Hans Schommer
    Hohenbollentin

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