Abschlusskonferenz zum Projekt RAdOst in Rostock

Modell von RAdOst im Foyer des Rostocker Rathauses. Foto: Joachim Kloock

Modell von RAdOst im Foyer des Rostocker Rathauses. Foto: Joachim Kloock

Nach fünfjähriger intensiver Projektzeit mit 18 Partnern aus Wissenschaft, Ingenieursbüros, Verwaltungen und Nichtregierungsorganisationen Mecklenburg-Vorpommerns und Schleswig-Holsteins findet derzeit, am 1. und 2. April 2014, die Abschlusskonferenz zum Forschungsprojekt RAdOst in Rostock statt.

Eine Ausstellung  mit einem originalgetreuen vier mal acht Meter großen  Küstenmodell begleitet die Konferenz und ist im Foyer des Rostocker Rathauses noch bis Freitag, den 6. April 2014, öffentlich zugänglich. An der Infothek des Rathauses können kostenlos Audioguides gegen ein Pfand ausgeliehen werden, die das Modell erläutern.

Der zentrale Projektinhalt von RAdOst (steht für Regionale Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküste) ist die Implementierung von Forschungsergebnissen über Veränderungsszenarien im Ostseeraum in konkretes gesellschaftliches Handeln. RAdOst ist eines von sieben Projekten, die im Rahmen der Fördermaßnahme „Klimawandel in Regionen zukunftsfähig gestalten“ (KLIMZUG) vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert werden. KLIMZUG unterstützt Modellregionen in Deutschland bei der Entwicklung von innovativen Ansätzen zur Klimaanpassung. Ein zentrales Ziel der Maßnahme ist die Bildung dauerhaft tragfähiger Akteursnetzwerke.

Abschlusskonferenz im Rathaus Rostock

Im Festsaal des Rostocker Rathauses diskutieren über 120 Konferenzteilnehmerinnen und -teilehmer, darunter internationale Gäste, über Ergebnisse und Fortführung des spannenden Projekts. In internationaler Kooperation mit der Duke University North Carolina gab es auch dort Masterarbeiten zum Thema Maßnahmen zum Klimawandel. Mit der Chesepeake Bay befindet sich dort eine sogenannte kleine Schwester der Ostsee mit ähnlichen Problemen.

Küstenmodell von RAdOst im Rathaus Rostock

Küstenmodell von RAdOst im Rathaus Rostock

In über 80 nationalen Veranstaltungen in Kommunen an der deutschen Ostseeküste und in einem Dutzend internationalen Veranstaltungen in Städten in den USA, Polen, Litauen und Lettland mit vielen hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmern konnten Menschen zu Thematik Anpassung an Klimawandel durch das Projekt als Gastgeber für einen regionalen und lokalen Dialog zusammengeführt werden.

Dr. Grit Martinez, Projektleiterin von RAdOst und Umwelthistorikerin vom Ecologic Institut Berlin, betont: „Uns ist es gelungen, das Problembewusstsein der Menschen entscheidend zu schärfen und mit wissenschaftlich fundierten Ergebnissen vor Ort die Praxistauglichkeit von Anpassungsmaßnahmen zu diskutieren.“

Holger Matthäus, Senator für Bau und Umwelt der Hansestadt, begrüßte als Hausherr die Konferenzteilnehmer und nahm es als Auszeichnung und Ansporn für Rostocker Engagement: „Rostock als gewählter Veranstaltungsort zeigt, dass auch wir in unserer Stadtgesellschaft beim Klimaschutz und bei Anpassungsmaßnahmen auf dem richtigen Weg sind. Die Reaktion auf Wetterextreme und die Anpassung an den Klimawandel werden prägende Aufgaben für die Menschheit im 21. Jahrhundert.“

Erst Anfang März wurde das erste Integrierte Entwässerungskonzept als bedeutender Teil des Rahmenkonzepts für die Hansestadt fertig gestellt.

Forschungsprojekt RAdOst

Fokusgebiete von RADOST

Fokusgebiete von RADOST

Ziel des RAdOst-Vorhabens ist es, Anpassungsstrategien für die deutsche Ostseeküstenregion im Dialog zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu erarbeiten. Dabei geht es gleichermaßen darum, Schaden für Wirtschaft, Gesellschaft und Natur zu minimieren und mit dem Wandel verbundene Entwicklungschancen optimal zu nutzen. Ein weiteres Ziel ist die dauerhafte Stärkung von Akteursnetzwerken und Kommunikationsstrukturen, auch über die Region hinaus. Die Projektlaufzeit ist von Juli 2009 bis Juni 2014 festgelegt.

HELCOM-Workshop in Warnemünde

Im Rahmen des Projekts kamen am 5. und 6. Februar 2013 in Warnemünde rund 50 Experten bei einem HELCOM-Workshops zusammen, um auf Einladung der Helsinki-Kommission (HELCOM) und des Forschungsprogramms „Baltic Sea Experiment“ (BALTEX) über dringend notwendige Anpassungen des Baltic Sea Action Plan zu beraten, dessen Umsetzung bis zum Jahr 2021 einen guten ökologischen Status der Ostsee wiederherstellen soll.

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Veröffentlicht von Wmnde.de

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